3 Fragen an das Produktmanagement: Das neue Traffic Radar von InnoSenT 2020-02-07T11:39:07+00:00

Project Description

Das neue Traffic Radar

Das neue Traffic Radar von InnoSenT

Aus der Blogreihe „3 Fragen an“

 

Kurz vor Jahresende bringt InnoSenT mit dem Radarsystem ein echtes Highlight für den Bereich Verkehrstechnik auf dem Markt und untermauert damit seinen Expertenstatus. Das iSYS-5220 erweitert das bisherige Portfolio des Unternehmens, um ein raffiniertes System für anspruchsvolle Verkehrsanwendungen.

Begleitet wurde das Entwicklungsprojekt iSYS-5220 von Dr. Eva Maria Buchkremer, die als Produktmanagerin das Engineering-Team unterstützte. In diesem Interview beantwortet sie uns die wichtigsten Fragen über die Marktneuheit.

Für welchen Zweck entwickelte InnoSenT das Radarsystem iSYS-5220?

 

Eva Buchkremer: Das neue Produkt ist ein Verkehrsradar zur Detektion von Fahrzeugen. Wir entwickelten es in erster Line für den Einsatz an komplexen Kreuzungssituationen. Es deckt alle relevanten Anwendungsfälle der Verkehrsbeobachtung ab und stellt dem Verkehrsmanagement umfangreiche Daten aus dem Verkehrsfluss zu Verfügung.

Unser Kunde benötigt demnach nur noch einen Produkttyp, um alle Informationen über das Verkehrsgeschehen zu erhalten. Er muss nicht auf unterschiedliche Radarlösungen zurückgreifen.

Mit dem neuen Produkt entwickelten wir eine zuverlässige Alternative zu bisherigen Maßnahmen der Verkehrsbeobachtung. Es macht dank der Präzision, unkomplizierter Nutzung, Robustheit und Wartungsfreiheit weitere technische Maßnahmen nahezu überflüssig.

Das Radarsystem iSYS-5220 übernimmt Aufgaben wie die exakte Detektion von wartenden Fahrzeugen an der Haltlinie und erfasst die Warteschlange. Es erkennt auch falsch fahrende Fahrzeuge oder die, die die Kreuzung verstopfen.

Es bildet das Verhalten aller Fahrzeuge in bis zu 350 Metern Entfernung in Echtzeit ab. Auch Personen am Fußgängerüberweg oder Fahrradfahrer behält es im Blick. Außerdem ist es möglich, eine Verkehrszählung für Statistiken durchzuführen.

Dabei unterscheidet es zwischen verschiedenen Fahrzeugklassen und liefert kontinuierlich aktuelle Informationen über Geschwindigkeit, Entfernung, Position und Bewegungsrichtung der Verkehrsteilnehmer. Diese Datenerhebung kann an beliebigen Punkten innerhalb des Erfassungsbereiches erfolgen. Beispielsweise direkt vor einer Ampel oder auch in 180 Metern Entfernung.

All diese Features dienen insbesondere dem Kreuzungsmanagement. Die gewonnen Informationen bilden die Basis für die effiziente Steuerung und Planung des Verkehrs.

Welche Herausforderungen gab es bei der Produktentwicklung?

 

Eva Buchkremer: Da das Radarsystem selbst in komplexen Kreuzungssituationen fehlerfrei und präzise funktionieren muss, war intensive Arbeit nötig. Denn eine solche Performance ist nur mit fortschrittlicher Radartechnik umsetzbar.

Im Verkehrsbereich muss die Detektion absolut zuverlässig sein. Falsche oder fehlende Daten sind nicht akzeptabel. Denn das System ist nicht nur für die Ampelsteuerung, sondern auch für abstrafende Maßnahmen wie ein Rotlichtblitzer die Informationsgrundlage.

Deshalb war eine Herausforderung, unsere bisherige Technologie weiter zu entwickeln und das Beste für die Verkehrsdetektion herauszuholen. Wir machten uns zum Ziel, aus den bereits vorhandenen Marktlösungen der Branche herauszustechen.

Hierfür musste unser Team einige technischen Features realisieren; wie das Tracking oder die eindeutige Erkennung von stehenden Objekten.

Da wir mit dem iSYS-5220 auch den nächsten Schritt bei der Signalverarbeitung und in puncto Nutzerfreundlichkeit wagen, entstanden dadurch teilweise völlig neue Aufgaben für unsere Entwickler. Hierfür bauten wir bei InnoSenT zusätzliches Know How auf.

All unsere anspruchsvollen Ziele und die einzelnen Maßnahmen in einer sportlichen Zeit umzusetzen war ebenfalls herausfordernd.

 

Was zeichnet das neue Traffic Radar aus?

 

Eva Buchkremer: Das Produkt überzeugt mit präziser Verkehrsdetektion und einfacher Handhabung. Die Voraussetzung dafür ist die außergewöhnliche Rohdatenqualität des Radars. Hierzu tragen die hohe Winkelauflösung und die Elevationsmessfähigkeit bei. Die drei Aspekte sorgen für eine exakte Erfassung der Position und Differenzierung der einzelnen Objekte. Insbesondere in stark befahrenen oder beengten Straßenverhältnissen ist das ein Vorteil für die Performance des Systems.

Von der Genauigkeit der ungefilterten Werte profitiert auch das Tracking. Auch reduziert es den Aufwand bei der Signalverarbeitung und die Anpassungen seitens des Anwenders. So fallen für den Nutzer mühselige Set-up Schritte weg: Beispielsweise müssen keine Fahrspuren mehr eingezeichnet werden, der Tracker erkennt sie automatisch.

Eine weitere Besonderheit ist die Erkennung von stehenden Objekten, die das Radarsystem für das Loop Replacement interessant macht. Dank FMCW-Radarprinzip erkennt das System auch haltende Fahrzeuge und verliert sie auch nicht aus dem Blick, wenn zum Beispiel ein Fahrradfahrer vorbei fährt.

Das Produkt deckt dank breitem Öffnungswinkel und sehr großer Reichweite auch sehr ausgedehnte Kreuzungen mit bis zu 8 Fahrspuren ab. Es blickt dabei frontal auf den heranfahrenden Verkehr und kann beispielsweise an einer Ampelanlage montiert werden. Dies geschieht ohne Eingriff in die vorliegende Infrastruktur oder größere Störung des Verkehrsflusses. Wir bieten dem Anwender viele Highlights, um das System flexibel anzubringen und individuell anzupassen. Wir vereinfachten mit unserer GUI die Installation und Konfiguration des Systems, um mögliche Fehler bei der Inbetriebnahme zu vermeiden. Die Nutzerfreundlichkeit war uns neben der technischen Ausstattung sehr wichtig.

 

Vielen Dank für das Interview.

 

Weitere Informationen zu der Produktneuheit erhalten Sie von dem InnoSenT-Vertriebsteam. In einem persönlichen Gespräch finden Sie schnell gemeinsam heraus, welche Radarlösung für Sie in Frage kommt. Ein erster Überblick über die technischen Features bietet zudem die Firmenwebsite des Unternehmens.