Ist smarte Technik wirklich smart? 2018-07-26T15:04:51+00:00

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Ist smarte Technik immer smart?

Egal ob Armbanduhr oder ein ganzes System an technischen Anlagen oder Geräten. Die Zukunft der Technologie ist smart. Das Smart Home gestaltet das Leben sicherer und komfortabler. Doch smart ist nicht gleich smart. Ist der Einsatz trendiger Technik immer eine Bereicherung für unseren Alltag?

Wann ist Technik smart? 

Smarte Technologie dient dazu, unser Leben einfacher und bequemer zu gestalten. Technische Geräte und Anlagen assistieren uns bei alltäglichen Tätigkeiten und sollen sich an persönliche Bedürfnisse anpassen. Während man früher bereits einfache Zeitschaltuhren als smart bezeichnet hätte, denkt man heute beispielsweise bei smarten Anwendungen an die Fernsteuerung des Smart Home per App. Mit dieser Vernetzung und Internetzugang können Alltagsgegenstände sogar ortsunabhängig kontrolliert und gesteuert werden.

Smarte Technik auf dem Vormarsch

Das modere Zuhause wird zunehmend ausgestattet mit smarter Technik. Der Markt von vernetzten Kühlschränken, intelligenter Energie- und Temperaturlösungen, Sicherheitstechnik oder kleine Helfer wie sprachgesteuerte Assistenzsysteme boomt trotz mancher Kritiker und teuren Anschaffungskosten. Nach und nach erhalten ganze Smart Home Systeme Einzug in den Haushalt. Bald checkt die Mehrheit routiniert von der Arbeit aus den Inhalt des Kühlschranks, befiehlt der Waschmaschine zu starten oder lüftet per App schnell mal die Wohnung durch. Alles wird kontrolliert, erfasst und fern gesteuert. Wir geben das Kommando und die Elektronik gehorcht uns. Selbst im Urlaub gibt man das Zepter nicht aus der Hand und schaltet schnell via Smartphone das vergessene Licht aus.

Doch wie smart ist Technik wirklich, wenn man ihr sagen muss was sie tun soll?

Eine technische Innovation bewährt sich, wenn sie unser Leben positiv beeinflusst und dabei am besten keine großen Einschränkungen, Veränderungen mit sich bringt. (Erst bei einer unauffälligen Stütze gewinnt unser Alltag an maximalen Komfort.) Nicht immer ist eine Steuerung per App von Vorteil. Im Urlaub oder während einer Ruhephase den Stromverbrauch oder die Organisation des Haushalts per App zu steuern ermöglicht zwar Multitasking per Excellence, gestaltet das Leben jedoch hinsichtlich Erholung und Komfort nicht unbedingt einfacher. Smart ist Technik die mitdenkt. Wäre beispielsweise eine automatische Lichtsteuerung nicht intelligenter? Im Urlaub müssten keine Gedanken an Stromeffizienz oder Sicherheit verschwenden werden. Der vergessene Ofen würde automatisch ausgehen, sobald man das Haus für eine längere Zeit verlässt. Die Idee der Automatisierung geht derzeit durch die Fülle an trendigen Apps etwas verloren.

Home Automation ist smart

Bei der Home Automation wird unbemerkt Licht, Stromverbrauch, Temperatur oder Sicherheitstechnik bedarfsgerecht gesteuert. Die Grundlage dafür bilden in der Regel integrierte Sensoren. Allein das Anwendungsspektrum von Radarsensoren für das Smart Home ist bereits unfassbar groß. Von der Höhenanpassung des Klositzes, einer Erinnerungsfunktion, der Beleuchtungsregelung, der Alarmfunktion, das Auslösen einer Interkation mit technischen Geräten bei Betreten des Raumes, die Optimierung des Energieverbrauchs, die Überwachungsfunktion bis zur innovativen Gestensteuerung.

Die Möglichkeiten der Sensorik sind mit den bereits existierenden Anwendungen noch lange nicht ausgeschöpft. Bewährt hat sich bereits die effiziente und automatisierte Regelung von Beleuchtung, Klimaanlagen oder Heizungssysteme je nach Anwesenheit der Personen. Hightech-Geräte können energiesparend eingesetzt und mittels Bewegungserkennung und Geschwindigkeit intelligent gesteuert werden. Auch die berührungslose Bedienung von Schaltern erhält aufgrund der Hygienevorteile zunehmend Einzug im Eigenheim. Ein smartes Sicherheitskonzept regelt automatisch die Verriegelung des Hauses bei Abwesenheit, löst Alarme aus und informiert darüber, ob die Kinder wohlbehalten von der Schule eingetroffen sind. Insbesondere in Kombination mit technischen Geräten oder weiterer Technologien haben Sensoren im Bereich Home Automation und intelligenter Steuerung jede Menge Potential. Aufgrund der Bequemlichkeit des Menschen wird die Automatisierung alltäglicher Tätigkeiten im Haushalt neben der Vernetzung und die damit verbundenen Technik wie die Radarsensorik ein großes Thema sein. Die zukünftige Wohnlandschaft profitiert von unauffällig integrierter Sensoren, die uns im Alltag wie ein unsichtbarer Butler unterstützt.

 

Smart ist nicht gleich smart

Bei einer Technik, die eine aktive Bedienung permanent einfordert und uns somit zusätzliche Aufgaben aufbürdet ist die Verwendung der Begrifflichkeit „smart“ eher fragwürdig. Erst die Automatisierung von Abläufen und Anpassung an den individuellen Gegebenheiten zeugt von intelligenter Alltagslösungen. Home Automation macht die Steuerung per App in manchen Fällen überflüssig und bietet insbesondere für älteren Generationen, die Probleme mit dem Technikwandel haben, und Datenschutz-Skeptikern gute Alternativen. Um die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen befreit uns das zukünftige Smart Home dank Automatisierung von Kontrollzwang und Steuerungsaufgaben. Durch Erkennung von Gewohnheiten und Datenauswertung passt sich intelligente Technologie nach und nach den Bedürfnissen an. Eine App ist jedoch ein tolles Gimmick: Die Steuerung und Überwachung der eigenen vier Wände bietet dabei eine gute Möglichkeit den Überblick zu behalten, vernetzt zu bleiben oder lässt die Option auf spontane Anpassungen offen. Ob der Einsatz der intelligenten Technologie smart ist, ist abhängig von den individuellen Anforderungen und Bedürfnissen.