Radar auf Schritt und Tritt 2019-11-11T08:31:51+00:00

Project Description

Radar auf Schritt und Tritt

Radar auf Schritt und Tritt

 Drei Anwendungen, die du in fast allen öffentlichen Gebäuden findest.

Unsere Sinnesorgane bemerken Radarwellen nicht, denn sie liegen außerhalb des für uns wahrnehmbaren Frequenzbereichs. Kein Wunder also, dass wir uns der Technik häufig nicht bewusst sind. So hat niemand Radarsensorik beim Shoppen auf dem Schirm. Oder wenn du in den 5. Stock fährst, anstatt die Treppe zu benutzen.

Nur wenige „Techies“ (wie zum Beispiel unsere Radarexperten) nehmen gerne alle Gebäudeinstallationen genau unter die Lupe. Deswegen können wir bestätigen: Radar verfolgt dich in der heutigen Zeit auf Schritt und Tritt.

Doch kein Grund zur Panik.

Bevor diese Aussage Bedenken auslöst: Die in unserem Alltag integrierte Radarsensorik ist als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und geprüft. Du lebst mit dieser Technik bereits seit vielen Jahren. Und siehst sie womöglich als selbstverständlich an.

Denn am häufigsten triffst du auf Radar an öffentlichen Orten wie beispielsweise ein Einkaufszentrum. Dabei sind sie Teil der installierten Gebäudetechnik. Die Sensoren tragen zur Sicherheit, Energie-Effizienz und dem Komfort bei, indem sie die Bewegung von Personen oder Objekten detektieren.

Zeit für Veränderung.

Im Bereich der kommerziellen Radarnutzung ist die Bewegungsdetektion ein echter Klassiker. Es ist eine einfache Anwendung, die bereits früh dem Massenmarkt zu Verfügung stand. Denn in den Siebzigern veranlasste ein Modetrend Technikexperten dazu, einen neuen Lösungsansatz zu finden. Die Performance der bis dahin dominierenden PIR-Technologie büßte aufgrund einer modischen Entwicklung ein. Die modernen, neuen Kleidungsstoffe geben weniger Wärme ab und sind schwer von Infrarotsensoren erkennbar. So erlebten radarbasierte Bewegungsmelder einen Aufschwung.

Radarprinzip erklärt.

Die Technologie funktioniert mittels elektromagnetischer Wellen. Um ein Objekt zu erkennen, sendet eine Radarantenne fortwährend einen Impuls. Trifft das Signal auf einen Gegenstand oder ein Lebewesen, wird es reflektiert und kontinuierlich an den Empfänger zurückgesendet.

Mit Hilfe des „Echos“ erkennt der Sensor, ob sich etwas innerhalb des Erfassungsbereichs befindet. Durch das andauernde Signal, nimmt Radar die Veränderung der Position und somit die Bewegung eines Objekts wahr. Anschließend leiten die Sensoren diese Radar-Informationen weiter, um eine Funktion auszulösen.

Die Lichtsteuerung ist ein typisches Beispiel für die Nutzung von Bewegungsdetektoren. Doch noch mehr Anwendungsfälle aus dem Bereich Gebäudetechnik setzen auf Radar. Und du begegnest allen in einem durchschnittlichen Kaufhaus; integriert in elektrischen Eingangstüren, Fahrstühlen und Rolltreppen.

Gebäudetechnik: Drei Fälle für Radar

  • Beispiel: Türöffner

Das erste Modell einer Automatiktür wurde bereits im Jahr 1930 entwickelt. Heute gibt es nur noch wenig öffentliche Gebäude ohne automatische Türen. Ein Grund hierfür ist die Barrierefreiheit solcher Bauwerke. Die Hersteller greifen hier überwiegend auf Radartechnik zurück.

Meist sitzt der Sensor in der Mitte über den Schiebetüren und ermittelt, ob eine Person vor dem Eingang steht. Daraufhin wird die Öffnung oder Schließung der Tür ausgelöst. Auch automatische Tore oder Zutrittskontrollen nutzen oft dieses Prinzip.

  • Beispiel: Rolltreppen

Fahrtreppen oder Fahrsteige befördern tagtäglich viele Personen. Um bequem ins nächste Stockwerk oder schneller voranzukommen, greifen wir gerne darauf zurück. Schon im Jahr 1920 gab es die erste Rolltreppe, der heutigen Bauart.

Um die technische Installation in Gang zu setzen, kamen früher Trittmatten bzw. -Bleche zum Einsatz. Manchmal half nur ein kräftiger Sprung, um die Rolltreppe zu starten.

Heute übernehmen unter anderem Radarsensoren diese Aufgabe für uns. Sie sind meist jeweils links und rechts in einem Kasten am Ende des Handlaufs angebracht. Detektieren sie eine Person innerhalb ihrer Reichweite, aktiviert sich automatisch das Transportband oder die Beförderungsrichtung wechselt.

  • Beispiel: Aufzüge

Bereits einige Jahre bevor Heinrich Hertz im Jahr 1886 die Radartechnik entdeckte, existierte der erste elektronische Aufzug. Seither hat sich vieles insbesondere bezüglich der Sicherheit getan.

Um Unfälle während des Ein- und Aussteigens zu vermeiden, kommen unterschiedliche Sensorik zum Einsatz. So auch Radar. Die Technik übernimmt beispielsweise die Überwachung des Innen- und des Vorraums. Der integrierte Radarsensor erfasst Personen, die sich dem Fahrstuhl nähern. Je nach Situation öffnet oder schließt sich daraufhin die Tür.

Innerhalb des Fahrstuhls detektiert Radar die anwesenden Personen, um einen eventuellen Leerstand festzustellen. Manche Sensoren zählen sogar die Passagiere im Aufzug, um eine Überschreitung der zulässigen Personenzahl zu ermitteln.

Ob sich jemand oder ein Objekt direkt im Schließbereich der Tür befindet, prüft jedoch in der Regel ein Lichtgitter. Denn Radarbarrieren sind eher bei größeren Transporteinrichtungen wie Lastzüge oder Fahrzeugaufzüge in Gebrauch.

Viele Nutzer, viel Leistung.

Diese drei Anwendungsbeispiele von Radar bieten uns mehr Komfort im Alltag. Die notwendige Barrierefreiheit steigert die Bedeutung der Automatisierung zusätzlich. Der Dauereinsatz fordert den Sensoren viel ab: Unzählige Menschen profitieren jeden Tag von Automatiktüren, Fahrstühlen oder Transportbändern.

Trotz hoher Auslastung steht die Sicherheit der Anwender im Fokus.

All diese Punkte lassen die Anforderungen an die Gebäudetechnik in die Höhe schnellen. Die verwendeten Komponenten müssen qualitätsgeprüft, wartungsfrei und zuverlässig sein.

Ideal geeignet.

Radare (von InnoSenT) erfüllen diese Kriterien. Elektromagnetische Wellen sind unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen oder schlechten Lichtverhältnissen. Trotz Lärm, Staub oder Feuchtigkeit ist die Funktion nicht eingeschränkt.

Dank der mittlerweile geringen Ausmaße sind die Sensoren gut integrierbar. Radarwellen durchstrahlen Kunststoffe oder Holz. Dies macht eine versteckte und unauffällige Platzierung hinter einer Abdeckung möglich. Diese Vorzüge tragen zur Wartungsfreiheit und Zuverlässigkeit der Technik bei. Die genannten Eigenschaften sind ausschlaggebende Gründe, weshalb sich Hersteller von Gebäudetechnik für Radar entscheiden.

Doch Radar kann mehr.

Die Technologie bietet nicht nur die reine Bewegungsdetektion, sondern ermittelt unter anderem auch die Geschwindigkeit, Bewegungsrichtung und die Distanz. Diese Radardaten ermöglichen die Nutzung weitere Funktionen wie die Personenzählung, die berührungslose Steuerung nach Bedarf und die Filterung des Querverkehrs.

Folglich stehen Türen nicht mehr grundlos offen, die Rolltreppen wechseln die Fahrtrichtung und unnötige Fahrten werden vermieden. Das verbessert die Effizienz der technischen Installationen merklich. Folglich macht die radarbasierte Automatisierung die Fortbewegung bequemer sowie barrierefrei und spart einen Großteil des Energieverbrauchs des Bauwerks ein.

Als Form der berührungslosen Steuerung bietet Radar außerdem einen wichtigen Hygienevorteil. Schalter oder Tasten in öffentlichen Gebäuden sind aufgrund des häufigen Hautkontakts verschmutzt oder mit Krankheitserregern belastet. Durch den Einsatz von Bewegungsdetektoren ist eine Berührung unnötig.

Sensoren findest Du überall.

Radar bringt Vorteile für jeden von uns. Nicht nur wir als Endverbraucher, sondern auch die Gebäudetechnik-Hersteller profitieren von den Eigenschaften der Sensorik. Deswegen begegnet uns die Technik heutzutage auf Schritt und Tritt. Kaum eine elektronische Eingangstür oder eine Rolltreppe ist nicht mit einem kleinen Sensor ausgestattet.

Teste es doch bei Deinem nächsten Besuch im Einkaufszentrum doch mal selbst aus. Zähle alle auffindbaren, kleinen Radarkästchen. Und staune, wie oft Du einer Radaranwendung nutzt, ohne es zu bemerken.