Stadt, Radar, Luft 2019-06-04T13:35:26+00:00

Project Description

Efficient Traffic Management with Radar Technology

Stadt, Radar, Luft –

Mit Verkehrsmanagement zu weniger Emissionen

Städte platzen weltweit aus den Nähten. Der Trend der Urbanisierung lässt die hohe Bevölkerungsdichte und die Zahl der angesiedelten Industrieunternehmen weiter wachsen. Gleichermaßen schießt das Verkehrsaufkommen in die Höhe. Die Stadtregionen stoßen an ihr Limit. Einige Metropolen weisen Werte wie manch ein Land allein auf. Ballungsräume wie München, Stuttgart oder Köln sind in Deutschland besonders betroffen (Quelle: Scinexx).

 

Auf der Suche nach Lösungen

Der Verkehr belastet unser Umfeld durch Feinstaub, Stickstoffdioxid und Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid. Aufgrund der enormen Grenzüberschreitungen ziehen die Großstädte Konsequenzen: Stichwort Dieselfahrverbote. Experten sehen ein ganzes Maßnahmenpaket vor, um an die urbane Nullbilanz zu rücken. Sie verlangen neben geringeren Fahrzeugemissionen die Verstärkung des öffentlichen Verkehrsnetzes, rufen zur vermehrten Fahrradnutzung auf und setzen auf moderne Car-Sharing-Konzepte. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch die Verkehrsoptimierung (Quelle: Umwelt Bundesamt).

Verkehr effizient managen

Optimales Verkehrsmanagement reduziert Emissionen: Je weniger stockender Verkehr, desto weniger Abgase. Eine entsprechende Steuerung begrenzt Rückstau oder Stop-and-go auf ein Minimum. Durch das seltenere Anfahren und Abbremsen verringert sich außerdem der Lärmpegel. Um eine effiziente Steuerung zu realisieren, bedarf es präziser und umfangreicher Erkenntnisse über die individuelle Verkehrslage. Die Erhebung einer Verkehrsstatistik erfolgt in der Regel mit technischer Unterstützung.

Technische Unterstützung durch Radar

Die Radarsensorik hat sich seit vielen Jahren als Verkehrsanwendung bewährt. Die robuste Technik ist allwettertauglich, bewahrt die Anonymität und bietet eine große Reichweite; ideal für den Einsatz im Straßenverkehr.

Bei der Verkehrsdetektion mit Radar senden Antennen elektromagnetischen Wellen aus. Die Fahrzeuge reflektieren die gesendeten Impulse. Mit Hilfe einer entsprechenden Auswertung geben die empfangenen Signale Aufschluss über Geschwindigkeit, Entfernung, Winkel, Objektbeschaffenheit sowie -größe und die Bewegungsrichtung. Radar findet heraus, wo sich das Fahrzeug befindet, wie schnell es ist, in welche Richtung es fährt und welcher Fahrzeugklasse es angehört. Diese Daten bieten die Grundlage zu den benötigten Angaben für eine zuverlässige Verkehrszählung und -statistik, die der Städteplanung und Verkehrsflussanalyse dienen.

Multitasking ist gefragt

Die Verkehrstechnik setzt dabei auf zunehmend komplexere Systeme. Das wachsende Verkehrsaufkommen stellt an die Technologie hohe Anforderungen. Alle Informationen sollen simultan und in Echtzeit zu Verfügung stehen. Immer mehr Aufgaben im Straßenverkehr müssen die Produkte bewältigen. Insbesondere das Kreuzungsmanagement fordert veraltete Systeme heraus.

Wahre Multitasking-Talente sind heutzutage gefragt um die zahlreichen Verkehrsteilnehmer im Blick zu behalten und möglichst viele Funktionen in einem System abzudecken. Eine große Herausforderung für Radar ist die gleichzeitige Erkennung der wartenden und der fahrenden Autos. Nur die fortschrittlichsten Traffic Radare können mit ihrer Performance überzeugen. Diese Sensorik stellt genauestens dar, was auf der Kreuzung und deren Umgebung vor sich geht. Sie erkennt die Fahrzeuge an der Haltelinie, gibt Aufschluss darüber, wo es sich staut und wie lange es dauert. Sie berechnen anhand der Geschwindigkeits- und Entfernungsmessung die ungefähre Ankunftszeit an der Kreuzung und Wartezeiten. Rush Hour Zeiten und Stau-Spitzenwerte macht das System durch Langzeit-Auswertungen ausfindig. Diese Informationen liefern die Basis, um Ampeln in Echtzeit und automatisiert zu steuern.

Auch die Spurwechsel einzelner Fahrzeuge oder Verkehrsregelverletzungen wie unerlaubte Wendemanöver und Rotlichtverstöße erfassen die Systeme. Die Sensoren ordnen die Detektionen einer bestimmten Klasse (LKW, PKW, Transporter, Fahrrad oder Person) und diese sogleich einer bestimmten Fahrspur exakt zu. Durch große Detektionsreichweiten der Radartechnologie erkennen sie bereits in großer Distanz, ob es beim sich nähernden Objekt um einen LKW oder PKW handelt. Auch liegen gebliebene Fahrzeuge auf dem Standstreifen, Unfälle oder Pannen nehmen sie wahr.

Verkehrsregulierung für geringere Emissionen

Dank der Erkenntnisse aus der radarbasierten Verkehrsbeobachtung kann der Verkehr effizient reguliert werden. In der Regel sind die Radare direkt mit Ampelanlagen oder digitalen Anzeigetafeln gekoppelt, um Fahrzeuge effizient und umweltschonend durch die Stadt zu lenken. Der Verkehr wird rechtzeitig durch das Lotsen auf alternative Routen entzerrt. Die Vermeidung von Stau und zähflüssiger Verkehr ist eine wichtige Maßnahme zur Abgasreduzierung. Doch nicht nur weniger Stau ist das Ziel. Auch das Umleiten bestimmter Fahrzeugtypen oder die aktive Einflussnahme auf deren Fahrverhalten ist möglich. Für eine umweltschonende Fahrweise kann es durchaus sinnvoll sein, die Grünphase einer Ampel von kurzfristig zu ändern: Das Radar erkennt einen sich der Kreuzung nähernden LKW und lässt die Lichtanlage länger grün anzeigen. Der Laster hält daraufhin nicht an, muss nicht erneut anfahren und drosselt so seine Emissionen. Dank der Zahlen, die das Radarsystem über das aktuelle Verkehrsaufkommen liefert, zeigen elektronische Straßenschilder automatisch eine entsprechende Geschwindigkeitsregulierung an.

Dies sind nur einige Möglichkeiten zur Emissionsreduktion, die die komplexen Radarsysteme ermöglichen. Intelligente Verkehrstechnik ist natürlich nicht allein die Lösung des Emissionsproblems. Doch sie schafft eine notwendige Grundlage, um erste Maßnahmen zur Verbesserung der Abgassituation schnell einzuleiten und in bestehenden Verkehrssituationen einfach umzusetzen.

Verkehr der Zukunft

Effizientes Verkehrsmanagement gehört in modernen Städten in Zukunft zum Standard. Geringerer Stress für Reisende, bessere Luft und weniger Lärm sind die entscheidenden Argumente. Zwar reicht die optimale Verkehrsregulierung als alleinige Maßnahme nicht für eine Green City nicht aus, dient aber als ein wichtiges Instrument zur Erreichung des Ziels.

Radartechnologie bietet dafür einen unkomplizierten Lösungsansatz. Sie ist wetterunabhängig, wartungsfrei und bietet präzise Messergebnisse. Diese Eigenschaften verschaffen der Technik eine herausragende Zuverlässigkeit, die für die sichere Steuerung des Verkehrs unabdingbar ist. Ein weiterer Vorteil von Radar ist, dass die Systeme an die bereits vorherrschende Infrastruktur anpassbar sind. Im Gegensatz zu Induktionsschleifen bedarf es keiner aufwendige Baumaßnahmen oder Änderungen des bestehenden Straßenverkehrs.

Fernab vom Umweltaspekt spielt der Einsatz von Radarsensorik eine weitere wichtige Rolle für den Straßenverkehr. Die Detektion der Verkehrsteilnehmer trägt zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr bei. Kombinierte Verkehrstechnik löst wichtige Warnsignale zur Unfallvermeidung anhand der Radarinformationen aus und schützt so insbesondere Fahrradfahrer und Fußgänger. Im Hinblick des autonomen Fahrens ist ein Zugewinn an Sicherheit zu begrüßen.

Der Fortschritt der Technik schreitet schnell voran und hält spannende Entwicklungen parat. In der urbanen Zukunft nehmen clevere Systeme Einfluss auf den Verkehr, das autonome Fahren wird Realität und die Kommunikation dank Sensoren zwischen Auto und Verkehrsanlagen bietet mehr Komfort und Sicherheit. Die Nutzung von hochentwickelten Radaren für das effiziente und umweltbewusste Verkehrsmanagement ist ein erster Schritt in Richtung Smart City.